Dienstag, 15. März 2011

*Little Quote/ Zitat*


Als er eintrat, spürte ich die Kälte im Raum und die Nässemeiner Kleidung nicht mehr. Ich vergaß, dass ich vergessen hatte, mein Haar zu föhnen. Ich vergaß, dass meine Wimperntusche verlaufen war. Ich vergaß sogar, dass er in einer ganz anderen Liga spielte, dass ich nicht mehr sein konnte als eine der tausend, die sich um ihn drängten und ihn anhimmelten. Es gab kein mangelndes Selbstvertrauen und keine Angst mehr. In diesem Augenblick fühlte ich, wie das Leben mich gleich einer Welle überrollte, wie es mir die Luft zum Atmen nahm und meinen Herzschlag in die Höhe trieb. Ich lebte. Und ich liebte.

Mit geschlossenen Augen lag ich in seinen Armen. Er berührte mich sanft am Handgelenk und seufzte glücklich. Die Sonne legte einen orangeroten Glanz auf meine Lider. In diesem Moment fügten sich alle Teile des Puzzles, nach denen ich so lange gesucht hatte. Mit einer eigentümlichen Klarheit sah ich aus dem Himmel hinunter auf uns beide, das eng verschlungene Paar. Dieser Augenblick war mehr als alles, wovon ich zu träumen gewagt hätte. Der Junge, den ich liebte, der mich nicht verlassen würde, zu dem ich gehörte, für immer und so sehr wie zu niemand anderem, hielt mich fest. Fest, so fest, dass ich nicht fallen konnte. Es war, als lichtete sich der Nebel. Der Wind trug meine Probleme davon. Und so deutlich wie nie zuvor sah ich, wohin ich gehörte, wer ich war und wie ich war. Alle unerfüllbaren Ansprüche an mich selbst, alle Lasten, fielen von mir ab. Dieser Junge liebte mich so wie ich war und nicht anders. Er zwang mich nicht zur Veränderung und genauso wenig dazu, etwas zu sein, das ich nicht war. Dafür liebte ich ihn und für all die anderen zahlreichen Dinge, die er mir schenkte, ohne etwas dafür zu verlangen.

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